Donnerstag, 15. August 2019

7. August Victoria - Vancouver

Nun galt es Abschied zu nehmen von dem super gepflegten Platz direkt am Wasser. Kurz vor der Abfahrt hatten wir dann noch Besuch von einem kleinen Seeotter, der wohl auch gerade Hunger hatte und ganz genüsslich einen Fisch gefressen hat. 

Unsere letzte Etappe begann in Downtown Vitoria und ging immer entlang dem Scienic Drive Coast Way durch die Villenviertel von Victoria. Es gab hier schon etliche Traumhäuser direkt am Meer. Bei der Fahrt entlang der Küste hatten wir auch einen herrlichen Blick auf die Gletscher im Olympic National Park. Wir hatten heute viel Zeit für die 80 Km bis zum BC Ferry Terminal. Also sind wir langsam auch die ein oder andere Seitenstraße gefahren. Fazit - in Victoria kann man wirklich sehr gut leben.


Dann waren wir raus aus der Stadt und sind noch etwas entlang der Küste gefahren bis zur Nordspitze der Halbinsel. Da wir etwas zu früh dran waren sind wir noch nach Sydney, einem kleinen Fischerdorf gefahren und haben noch direkt am Hafen gegessen und anschließend auf einer "Relax Wiese" uns die Zeit bis zur Abfahrt nach Vancouver vertrieben. 

Schließlich sind wir dann kurz vor 18:00 zum Terminal gefahren, denn man sollte eine Stunde vor der Abfahrt da sein. Als wir angekommen sind wurden wir sogar noch auf die Fähre um 18:00 gelassen und konnten somit gleich aus die Fähre und los ging es. Eine wirklich tolle Fahrt zwischen den vorgelagerten Inseln begann - diese Überfahrt ist wesentlich schöner als die Hinfahrt nach Nanaimo, wo man über die offene See gefahren ist.



























Nach knapp zwei Stunden war die tolle Überfahrt zu Ende und wir sind in Vancouver von Bord gegangen und noch zu unserem letzten Campground Peace Arch in Surrey gefahren. 

Angelika schaut und freut sich schon auf unsere nächste Reise , denn das war es zumindest für dieses Jahr in Kanada.

Mittwoch, 14. August 2019

6. August - Tofino - Victoria

Heute ging es wieder früh los, denn wir hatten eine Strecke von 370 Km vor uns und wir wollten möglichst früh in Victoria sein. Wir starten im Nebel und fahren auf dem Pacific Rim HWY, nach Erreichen des Sproat Lake wir hatten wieder Sonnenschein. Zum Frühstück sind wir dann in ein ganz nettes Restaurant "Goat on the Roof" gegangen. Der Name ist richtig, denn hier leben wirklich die Ziegen auf dem Dach!

Weiter ging es dann wieder über Nanaimo über den Trans Canada HWY#1 bis Victoria. Kurz nach Mittag waren wir schon dort und konnten somit gleich auf unserem RV Park - ein toller Platz sehr sauber und mit toller Aussicht auf Victoria Downtown. Gleich nach der Ankunft sind wir mit einem kleinen Wassertaxi vorbei am SeaAirport Victoria zum FishermanWharf Victoria gefahren. 

























Victoria ist wirklich eine sehr schöne kleine Stadt mit vielen bunten Gebäuden aber auch sehr schöne große Gebäude im viktorianischen Stil.
In Victoria kann man sicher sich einige Tage aufhalten, aber wir hatten leider nur 1,5 Tage Zeit. 
Hier gibt es wirklich viel zu erkunden und man kann sich in vielen Lokalen auch kulinarisch richtig gut verwöhnen. 
Victoria hat sicher noch viel mehr zu bieten als wir sehen konnten, denn wir sind am nächsten Morgen nach einem ausgedehnten Frühstück mit perfekter Aussicht am RV Park eine sehr schöne Stadtrundfahrt auf der Uferpromenade rund um das südliche Victoria mit seinen tollen Villen gemacht. 
Aussicht vom RV Park - Salish Seaside RV Haven

Dienstag, 13. August 2019

5. August - Tofino

Heute war das Wetter leider nicht so gut, es war stark bewölkt und wie üblich am Pazifik nebelig. Aber das sollte unsere Whale Watching Tour nicht beeinträchtigen. Pünktlich um 11:30 waren wir am Ocean Outfitters Büro. Alle, die mit einem Zodiak (Schlauboot mit zwei 200 PS Motoren) fahren, haben einen Wasserdichten Anzug und eine Art Skibrille gegen den Wind bekommen. 

Eingekleidet und eingewiesen ging es dann zum Boot und dann gings auch gleich richtig los. Unser Captain - Alex - hat richtig Gas gegeben aber nach ein paar Minuten schon das erste Highlight. Ein American Eagle. Und dann endlich auch noch ein Bär am Ufer ....

Nach einer Stunde fahrt - mittlerweile bei schönen Sonnenschein wurden wir ungeduldig und wollten endlich Wale sehen. Plötzlich war ein Grauwal der entlang der Küste schwamm aber nur gelegentlich seinen Buckel zeigte zu sehen. Wir sind immer näher ran gefahren und Alex erklärte viel zum Verhlaten der Wale. Dann kamen immer mehr Boote, denn die Guides verständigen sich untereinander, wo gerade Wale sind. Dann haben wir noch drei weitere Grauwale gesehen, diese waren nur wenige Meter von unserem Boot entfernt und sind dann auch plötzlich keine 20 m (!!) hinter dem Boot aufgetaucht. Das war ein besonderes Erlebnis, wenn so ein Tier so nah an dein Schlauchboot kommt. Aber dann konnten wir auch noch seine riesigen Schwanzflosse sehen.....
























Dann ging es wieder richtig rasant nach Tofino. Mit viel Speed über die Wellen, das hat richtig Spass gemacht. Auch auf dem Rückweg war die Landschaft einfach toll und durch die Nebelschwaden noch farbenprächtiger.
























Der tollen Tag haben wir dann noch am Long Beach ausklingen lassen und haben den Surfer zugeschaut. 

4. August - Vancouver - Tofino (Vancouver Island)

Heute ging es schon früh los. Von unserem Campground Capilano River sind wir bereits um 7:00 losgefahren, denn wir mussten um 7:30 in Horseshoe Bay am Ferry Terminal sein, um mit der BC Ferry nach Nanaimo auf Vancouver Island zu fahren. Nach dem Einchecken hatten wir aber noch soviel Zeit, dass wir im RV gefrühstückt haben. Pünktlich um 8:40 war es dann soweit, und wir sind Richtung Nainaimo losgefahren. Es war herrliches Wetter - auch heute wieder und wir haben auf Wale während der Fahrt gehofft.
Bis kurz vor der Hafeneinfahrt war aber nichts zu sehen, plötzlich informiert der Captain, Orkas ! Alle sind sofort an die Rehling und tatsächlich waren da drei Orkas kurz vor der Hafeneinfahrt.
Nach knapp 2 Stunden Überfahrt sind wir dann in Nanaimo angekommen und haben uns erst einmal bei Tim Hortons mit Donats eingedeckt. Dann ging es weiter in den Pacific Rim Natl. Park nach Tofino. Man braucht für die 170 Km schon etwas länger als üblich weil nach dem Abzweig in Parksville die Strasse eng und kurvenreich wird. Man fährt wieder durch Wälder und Seen - aber dann kennen wir ja schon aus Kanada und nach knapp 5 Stunden sind wir dann in Tofino angekommen. 
Ein sehr schönes kleines aber auch touristischen Fischerdorf  mit vielen Läden und Adventure Tour Büros. Auch die dortige Tofino Air flog permanent mir den Wasserflugzeugen. Nach einem Espresso und Cappucino haben wir uns dann auch gleich noch umgeschaut wegen einer Whale Watching Tour für den nächsten Tag. Da hier in Kanada nahezu alles nur mit Reservierung funktioniert, haben wir gehofft, dass wir für den nächsten Tag noch eine Tour in einem Zodiak bekommen. Und wir hatten glück - es gab noch Plätze auf einer 3 Stunden Tour um 12:00. 


Den schönen und erlebnisreichen Tag haben wir dann noch an einem schönen Lagerfeuer ausklingen lassen. 


Samstag, 3. August 2019

3. August - Squamish - Vancouver

Heute war wieder eine kurze Tour geplant. Durch unsere Fahrt am Vortag waren es nur 50 Km bis West Vancouver, vorbei an Horseshoe Bay, von wo wir morgen mit der Fähre nach Vancouver Island fahren werden.

Doch bevor es los ging, plünderten wir noch ein paar Brombeersträucher, die es hier überall rund um den RV Park aber auch wild gibt. Sogar in und um die Oldtimer wachsen die Sträucher. Für unser Frühstück kam uns das gerade recht. 

Aber auch diese Strecke hatte wieder ihre Highlights. Immer entlang am Hove Sund hatten wir tolle Blicke auf das Mehr und die umliegenden Berge. 

Überall waren kleine Bootsanleger, denn hier verbringen viele Einheimische ihre  Wochenenden,  trailern ihre Boote ins Wasser und fahren dann durch den wunderschönen Sund mit seinen kleinen Inseln. Wir haben auch den ein oder anderen Abstecher ans Wasser gemacht, wenn auch manchmal die Strassen für unser RV nicht unbedingt gemacht waren. Aber das kennt man ja von mir......
In Vancouver angekommen, wollten wir dann zur Capilano Suspension Bridge aber es war unmöglich auch nur einen Parkplatz zu finden. Außerdem standen am Parkeingang wieder Schlagen, denn es war ja auch Samstag. Wir sind dann weiter hoch die Capilano Road bis zu den Grouse Montain - The Peak of Vancouver - gefahren, hier gibt es eine Gondel die hoch auf den Gipfel fährt. Wir sind jedoch unten im Park am Staudamm geblieben und hatten dann Lunch im Freien. 

2. August - Whistler

Nach einer Nacht Regen war es leider am Morgen auch nicht besser und wir haben überlegt, was wir machen, denn hier den ganzen Tag zu bleiben war uns zu schade. Also entschieden wir uns, obwohl wir zwei Nächte hier gebucht hatten, heute schon Richtung  Süden weiterzufahren. Am Highway #99 sind wir aber doch nochmals nach Norden abgebogen und dachten, dann fahren wir wenigstens noch einmal durch Whistler im Regen durch und sammeln noch ein paar Eindrücke. Kurz vor Whistler waren auf einmal die Strassen trocken und wir entschlossen uns doch zum Parking Lot#3 für RV zu fahren und wenigstens etwas durch das Olympiadorf von 2010 zu laufen. Leichter Regen begann, aber war nicht so schlimm. Plötzlich riss auch noch der Himmel auf, die Sonne kam durch und es wurde noch ein toller Tag in Whistler - völlig unverhofft. Aber nun hatten wir ein kleines Problem, denn wir hatten auf unserem Whistler RV Park ausgechecked. Ein kurzer Anruf aber der Platz war nun voll, unser Platz war bereits vergeben, was nun...? Wir blieben einfach noch in Whistler , ein typisches Alpine Dorf mit viel Sportaktivitäten und Restaurants. Aber auch Shoppen kann man hier gut.....

Als wir nicht mehr tragen konnten sind wir dann Richtung Squamish am Howe Sund bis zu den Shannon Falls gefahren.
Leider haben wir dort nur noch auf dem Overflow Parkplatz des RV Parks übernachten können, aber für eine Nacht war es schon ok. Man saß halt auf einem Parkplatz mit Sicht auf Highway#99!!  

Der gegenüber dem RV Park liegende Shannon Fall war aber einen Abstecher wert. Über fast 350 m hohen Wasserfälle waren ein tolles Fotomotiv und ich konnte wieder mit meinen ND Filtern experimentieren.

Wir hatten schon Bedenken wegen des Autolärmes, denn bis ca. 20 Uhr war hier richtig viel los, viele Leute aus Vancouver sind wohl für das anstehende Wochenende nach Whistler bzw. Richtung Norden auf dem #99 gefahren, aber nachts war der Lärm sehr erträglich.

Wieder ein schöner Tag - wenn auch vom Wetter unerwartet,  ging zu Ende.



Freitag, 2. August 2019

1. August - Kamloops - Whistler

Heute stand nochmals eine längere Etappe auf dem Plan, von Kamloops nach Whistler. Kamloops haben wir auf dem Trans Canada Highway Richtung Westen verlassen. Es ging wieder entlang dem Thompson River bis zur Abzweigung zum #97 Richtung Norden.  Die Züge hier in Kanada sind schon etwas Besonderes, teilweise über 200 Wagons werden von bis zu vier Loks gezogen und schlängeln sich dann durch die Landschaft wie hier entlang des Rivers.
Schon nach wenigen Kilometern ging es dann auf den #99 - eine wunderschöne Straße durch das Gebirge mit vielen Pässen.  Die Fahrt war wieder hochalpin aber sehr abwechslungsreich. Teilweise fuhren wir wieder im Wald, dann ging es durch Canyons bis wir wieder an einem See waren. Also immer neue Eindrücke - eine der schönsten und abwechslungsreichsten Fahrten auf dem #99. Auf dieser Fahrt haben wir uns auch viel Zeit genommen und an verschiedenen Spots gehalten um die Landschaft auch wirklich zu genießen und auch einige tolle Fotos zu machen. Diese Fahrt war genau nach meinem Geschmack und hat mir richtig viel Spaß gemacht.


31. Juli - Rund um Kamloops

Den heutigen Tag verbrachten wir im Gebiet rund um Kamloops. Wir machten uns nach einem schönen Frühstück auf den Weg. Das Gebiet selbst ist unwirtlich und sehr trocken. Eine Wüsten- und Trockenlandschaft. Wir suchten uns eine Route rund um Kamloops aus und gingen auf Fahrt, da der South Thompson River viele Seen speist und daher einige Ausflugsmöglichkeiten bietet. Aus Kamloops raus sind wir in östlicher Richtung entlang des Thompson Rivers gefahren. Nur rechts und links vom Fluss "grün" der Rest war sehr karg. 

























Aber die Seelandschaft bei Salmon Arm hatte dann wieder viel zu bieten. Wir parkten dann unser RV direkt am Straßenrand und uns dann einen Mittagssnack mit Top View gegönnt. Zur Erfrischung bin ich - Matthias - sogar baden gegangen, das Wasser hier im See war angenehm warm.

Auf der Rückfahrt nach Kamloops haben wir dann noch eine Weinprobe bei Ovino gemacht. Am Ortsausgang von Salmon Arms auf dem Weg zur Winery hatten wir dann noch unerwartetes Glück und haben einen kleinen Schwarzbären gesehen.
Im Tasting Room von Ovino angekommen, probierten wir dann hervorragende Weißweine, aber auch einen Top Rotwein - Black Riesling.  Natürlich haben wir uns auch gleich für die nächsten Tage eingedeckt. Den schonen Ausflugstag ließen wir am Abend mit Spaghetti mit Scallops und dem passenden Ovino Wein ausklingen. 

Donnerstag, 1. August 2019

30. Juli - Clearwater - Kamloops

Heute stand eine kurze Etappe auf dem Plan, nur 120 km und das auf dem Yellowhead Highway. Schon gegen Mittag waren wir im Kamloops und checkten  dann auf unserem Campground direkt am South Thompson River ein. Die Gegend rund um Kamloops ist sehr trocken und unwirtlich. Es erinnert sehr an Nevada.

Der RV Park hat jedoch am Fluss einen eigenen Sandstrand. Matthias ging mit Ernsti ins Wasser, aber es gibt hier sehr heftige Strömungen, sodass man eigentlich nicht wirklich schwimmen konnte. Eine Erfrischung war es jedoch allemal und wir genossen (eigentlich) den faulen Nachmittag. "Eigentlich".... da wir beiden Frauen uns auf den Weg zum Wäschewaschen machten, nach knapp zwei Wochen war es mal nötig. Leider lag die Laundry knapp einen Kilometer von unserem Stellplatz entfernt. Ganze 8x durften wir hin und zurück, bis alles fertig war.
Am Abend gingen wir auch noch zu Fuß (ca. 4 km) nach Downtown Kamloops. Hier war billiges Shoppen angesagt, denn alle Geschäfte schlossen bereits um 17.30 Uhr und wir waren um 17.40 Uhr in der Stadt.

Die Stadt selber hat leider gar nichts zu bieten und ist nicht sehr einladend. Also verbrachten wir wieder einen netten Abend auf unserem Stellplatz und ließen uns leckeren Wildlachs vom Grill mit Salat und Knoblauchbaguette schmecken.


Mittwoch, 31. Juli 2019

29. Juli - Von Valemount nach Clearwater

Heute geht es weiter Richtung Süden auf dem Yellowhead Highway. Von Valemount nach Clearwater. Nach etwas 100 Km in Blue Water bogen wir dann rechts ab und fuhren zum Murtle Lake. Bereits nach wenigen 100 Metern wurde aus der Strasse für 14 Km eine Piste - Gravel Road - bis zu Lake.
Mit unserem 30" RV ein Adventure, aber für uns war diese Strasse kein Problem. Da haben wir in Alaska schon viel schlimmere Strassen mit solch einem RV hinter uns gebracht. Gleich zu Beginn sprintete ein Schwarzbär über die Straße und verschwand im Wald , natürlich viel zu schnell um die Kameras parat zu haben. Aber wir hatten die Hoffnung nun endlich Bären zu sehen, zumal hier niemand außer uns unterwegs war. Doch leider war es wieder nichts mit Bären, am Parkplatz nach 24 Km angekommen trauten wir unseren Augen nicht. Ungefähr 20 Autos standen dort und teilweise wurden die Kanus wieder verladen. Der Murtle Lake ist ein Paradies für Kanufahrer. Mit dieser Familie haben wir kurz gesprochen, sie fahren für 5 Nächte mit den Kindern in die Wildnis und übernachten am Ufern in Zelten. Hier am Murtle Lake gibt es keine Wege oder Straßen, alles ist nur mit dem Kanu zu erreichen.

















































Wir gingen dann noch einen Trail entlang des Ufers, aber als wir dann Bärengebrumm in unserer Nähe gehört haben, sind wir doch lieber zum Auto umgekehrt. die Ausmaße des Sees konnten wir aber nur auf der Karte erkennen, denn der See ist riesig und man kann nur max. 4 km am See entlang laufen.

 Man muss es ja nicht provozieren. Nachdem wir dann die 24 Km gravel Road wieder hinter uns hatten, fuhren wir noch bis Clearwater und haben dort am Dutch Lake übernachtet. Ein See, der von Deutschen entdeckt wurde, dann aber von "Deitsch" in "Dutch" umbenannt wurde. Nach der langen Fahrt gingen wir dann noch gut direkt am See im Restaurant "Painted Turtle" zum Essen, den zum Grillen oder Kochen hatten wir heute keine Lust mehr.

28. Juli - Maligne Lake und weiter nach Valemount in den Caribou Mountains

Unseren Campground haben wir nach einem ausgiebigen Frühstück im RV - draußen war wegen der Mücken nicht möglich - gegen 10 Uhr verlassen und sind Richtung Jasper gefahren. Auf dem Weg haben wir am Straßenrand einige Hirsche gesehen, die dort, trotz aller Autos gemütlich fraßen. Man lässt sich hier einfach durch nichts stören - nicht einmal durch Touristen die einfach auf dem Highway anhalten um zu fotografieren.




Weiter ging es bis nach Jasper immer entlang am Athabasca River, der vom Columbia Icefield gespeist wird. 

Kurz vor Jasper ging es dann auf die Maligne Road und Richtung Maligne Lake. Bereits kurz nach der Abzweigung waren wir am Maligne Canyon, einer engen Schlucht die wir zu Fuß angegangen sind. Es waren tolle Wasserfälle und Schluchten zu sehen.













Es ist ein super Canyon, wenn nicht so viele Reisegruppen dort durchgeschleust werden würden. Permanent kommen Busse mit Chinesen und manchmal auch Indern, die durch den Canyon rennen, ihre Bilder machen und wieder im Bus verschwinden.


Nun ging es weiter über den Medicine Lake zum Maligne Lake. Ein sehr schöne Strasse mit Wildlife am Straßenrand wie Elche, Hirsche und Gänsen. Wir haben sogar ein Adlerhorst mit einem Weißkopfseeadler gesehen, aber leider kam der große Adler nicht geflogen trotz Wartens. Endlich am Lake angekommen sind wir dann etwas am Ufer des wunderschön gelegenen Sees entlang gelaufen und haben uns dann im Wafflehouse niedergelassen und die Aussicht genossen. Der See ist insgesamt 14 Km lang, man hat also nur einen kurze Teil sehen können, aber man hätte auch eine Bootstour machen können.


























So nun ging es wieder Richtung Jasper und nachdem Jasper nicht so richtig viel zu bieten hat und wir auch keinen Campground bekommen hätten, haben wir uns entschlossen gleich Richtung Clearwater zu fahren und uns auf dem Weg einen Campground zu suchen. Als wir am Mount Robson, dem höchsten Peak (3950 m) in den Canadian Rockies waren, haben wir den dortigen Campground angefahren, aber auch dieser war voll und so sind wir dann noch 40 Km auf dem Yellowhead Highway bis nach Valemount gefahren und haben dort auf dem Pine and Golf Campground übernachtet. Der Tag wurde dann mit einem guten BBQ und kanadischem Lagerfeuer beendet.

27. Juli - Fahrt auf dem Icefield Parkway

Heute ging es auf dem legändären Icefield Parkway von Lake Louise zum Columbia Icefield. Wir sind schon um 7:00 gestartet, denn wir wollten einen der begehrten RV Plätze auf dem Columbia Icefield Parkplatz ergattern. Leider war heute das Wetter zum ersten Mal nicht so schön und es war stark bewölkt. Aber das sollte uns nicht stören, denn die Fahrt war trotzdem sensationell. Bereits kurz hinter Lake Louise ging es los und rechts und links ragten die Gletscher majestätisch auf. Unser erster Stop war dann der  Peyto Lake. Vom Parkplatz liefen wir dann ca. 15 Min bis zur Aussichtsplattform  Eine gute Iden, denn um 7:30 waren bis auf ein paar wenige Touristen noch niemand hier......
.....und dann hatten wir diesen Blick..... ein Traum.
 

Nun ging es zum nächsten Highlight unserer Reise dem Columbia Icefield. Da wir schon sehr früh - 9:30 - dort waren war es kein Problem einen RV Platz zu bekommen. Aber leider begann es stark zu regnen und wir frühstückten erst einmal ausgiebig im RV und hofften auf Wetterbesserung. Den Blick natürlich auf das Icefield gerichtet. 

Wir wollten schon losfahren als es plötzlich etwas weniger regnete und wir uns dann doch entschlossen bis an die Gletscherzunge zu gehen. Genau als wir losgingen hörte es auf zu regnen, es ging nur ein eisiger Wind aber wir konnten doch noch den Gletscher von der Nähe sehen.

Ein kurzer Fußmarsch vom Parkplatz direkt  bis unterhalb des Gletschers brachte uns dann direkt zum Icefield.


























Vor dem Gletscher war es dann schon sehr windig und kühl. Unsere Softshelljacken waren im Einsatz und das war auch gut so.

Man kann sich allerdings auch mit Spezialbussen mit "Monsterreifen" für 86 C$ AUF das Gletschereisfeld fahren lassen. Es war ein reger Verkehr auf dem Gletscher, alle 10 min fuhr ein Bus hoch und einer kam runter. Pro Bus waren ca. 65 Passagiere an Board, aber das haben wir uns gespart.

Man konnte auch auf den Tafeln sehr gut erkennen, wie weit der Gletscher in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Seit 2006 ca. 100 m!

Nachdem wir unseren Rundgang am Gletscher beendet hatten und das Wetter nicht so einladend war, fuhren wir gleich noch weiter nach Jasper. In Jasper angekommen informierten wir uns erst einmal im Visitor Center über das Gebiet und RV-Parcs und entschlossen uns dann, noch zu den Miette Hot Springs zu fahren, denn einmal wollten wir schon in die heißen Quellen Kanadas.


Leider waren diese Hot Springs so überfüllt, dass wir uns einen Besuch gespart haben und dann auf dem Pocahontas Campground übernachtet haben. Leider ist auch hier, wie in Banff und Jasper National Park extrem überfüllt - zumindest zu unserer Zeit. Allerdings war die Fahrt zu den Hot Spring sehr schön, denn es ging eine Nebenstraße zu den heißen Quellen und man konnte Wild Life sehen.